Das Setting

Schon seit Jahrhunderten währt der Konflikt um die Stadt an der Sieg zwischen den weltlichen Herrschern und den Machtansprüchen des Erzbistums Köln. Und auch jenseits der Politik der Sterblichen strecken rivalisierende Parteien seit je her gierig ihre toten Hände gen Siegburg aus. Mal ein Herrschaftssitz der Mächtigen, mal eine Goldgrube an der Kreuzung wertvoller Pilger- und Handelsrouten gelegen, mal eine Töpferstadt auf dem Weg zur wirtschaftlichen Blüte und voller Versprechen von Reichtum und Freiheit ungeachtet des Standes – Siegburg gibt denen viel, die es verstehen, sich zu nehmen, was sie wollen und bietet Gelegenheiten für jene, die eine Vision verfolgen.

Seit die kleine Siedlung einen Hauch an Bedeutung erlangte – oder doch zumindest so lange sich der älteste hier erinnert – war Siegburg Teil des Herrschaftsgebiets, das heute, im Jahre 1403, das Bergische genannt wird. Ungeachtet des Hin und Her der sterblichen Politik und den Anfeindungen der Kölner Rivalen zum Trotze schworen die Prinzen, die Siegburg oder den Auelgau ihre Domäne nannten, ihre Lehnstreue hier stets dem Fürsten des Bergischen Landes. Bis zum Jahr 1060, als durch den Erzbischof Anno, Handlanger der wahren Macht hinter dem erzbischöflichen Stuhl, Köln durch kluge Schachzüge die Stadt für sich gewinnen konnte und – gleichsam als Machtzentrum und Symbol des Triumphes - die Burg auf dem Siegberg in eine Abtei umwandelte. Für beinahe ein Jahrhundert gelang es, diesen Status beizubehalten. Dann wandte sich erneut das Blatt und mit einem neuen Prinzen leistete ein Siegburger Ventrue wieder dem Berger den Treueeid und brachte zum Verdruss des Erzbistums Köln die Stadt zurück in den Lehnsverbund des Bergischen Landes, wo es zumindest nominell für die nächsten Jahrhunderte verblieb.

Der Stadt gelang es, sich eine Weile durch geschickte Politik und Handel zwischen Hammer und Amboss zu behaupten und im Rahmen eines brüchigen Friedens der beiden Fürsten sowohl mit Berg als auch Köln zu kooperieren. Doch immer mehr verstrickte sich Siegburg im Gewirr der Bündnisse, immer öfter sah sich Prinz Gideon, selbst mehr Händler und Diplomat denn souveräner Herrscher, zu Zugeständnissen gezwungen um die stets wachsenden Ansprüchen seiner Fürsten, der umgebenden Domänen und allen voran seiner immer machtbewussteren und fordernderen Untertanen gerecht zu werden ... zumal die Abtei zu Siegburg ein altes Geheimnis birgt, das die Macht des jungen Prinzen arg beschneidet und seine Position zusätzlich schwächt.   

 

 

Weitere Infos

 
(Hier finden die Mitglieder der Domäne Siegburg und der Delegationen aus dem Erzbistum Köln und dem Bergischen Fürstentum zusätzliche Hintergrundinfos. Du musst angemeldet und mit deinem Charakter einer der drei Gruppierungen zugeordnet sein, um dieses Modul einsehen zu können. Verbreitet diese Infos bitte nicht außerhalb eurer Fraktion.)