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1495. Vor kaum mehr als einem Jahr endete der Aufstand … offiziell. Der Vertrag von Thorns begründet den Führungsanspruch der Camarilla. Vertreter der Rebellen haben ihn unterzeichneten, doch nicht alle akzeptierten deren Anspruch, für die Freiheitskämpfer zu sprechen. Diejenigen unter den älteren Kainiten, denen dieser faule Friede missfällt, ziehen sich in die Bastionen ihrer Macht zurück, doch viele jüngere Kinder der Nacht treibt der Gedanke an in der Camarilla geeinte Ahnen in die Revolte.

Der Widerstand wächst mit jeder Nacht. Unter den Aufrührern finden sich glühende Freiheitskämpfer, die nicht hinnehmen wollen, dass all ihre Gefährten in über hundert Jahren Krieg gefallen sind, dass sie all das Leid ertragen haben, nur damit man sich nun doch in das Joch der Ahnen fügt. Aber unter ihnen gibt es auch kühle Machtpolitiker, die in dem wilden Haufen eine form- und lenkbare Kampfkraft gegen Hardestadt und seine Kumpanen sehen. Vertreter der Hohen wie der Minderen Clans streiten Seite an Seite für eine Zeit, da diese Unterscheidung in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Da sind die Kinder der Revolution, die nichts kennen als die Propaganda von Kampf und Hass auf die Ahne, aber auch die, die ihre eigene Macht mehren wollen, indem sie das Blut der Ahnen trinken - sei es, um ihren Platz einzunehmen oder aber um das System zu stürzen.

Während Köln sich zur Camarilla bekannte, ging Siegburg, immer schon ein Hort der Unzufriedenen und Nährboden für neue, große Ideen, seinen eigenen Weg. Doch auch hier erwächst aus dem Chaos eine neue Ordnung, und Mächte ringen um die Herrschaft in einer Stadt, in der so mancher die Idee der Herrschaft an sich ablehnt. Zum Zeichen des Neubeginns lädt Siegburg zum Frühlingsfest – und öffnet nach einem Jahr der Abschottung endlich seine Tore, auf dass jeder von nah und fern sich den Feierlichkeiten anschließen möge.