Via caeli - Der Weg des Himmels

Die Verdammten wissen, dass sie von Gott verflucht sind, und viele von ihnen verfluchen von daher ihrerseits Gott. Andere jedoch nehmen die Last an, die ihnen der Herr auferlegt hat, und versuchen, in ihr einen Sinn zu finden. Diese Gläubigen wissen, dass alles Teil von Gottes Plan ist, selbst die Kinder Kains. Die Anhänger des Wegs des Himmels haben sich ganz und gar der Aufgabe verschrieben, den Sinn ihrer Existenz zu begreifen. Die Suche nach einer Antwort auf die Frage: "Warum hat Gott mir das angetan?" führte gerade bei diesem Weg zu vielen abweichenden Pfaden. Wie die Kirche der Sterblichen neigt der Weg des Himmels zu Spaltungen, Sekten und Ketzerei. 

Der Weg an sich ist um die Überzeugung herum aufgebaut, Gott stelle die Gläubigen auf die Probe, wie er auch Abraham und Hiob auf die Probe stellte: um ihren Glauben zu stärken. Die Last, die sie zu tragen haben, ist schwer, aber sie sind glücklich, sie tragen zu dürfen: Sie dient als Feuerprobe, läutert ihren Glauben und macht sie in den Augen Gottes zu etwas Heiligem. Viele Gläubige fühlen sich von den verschiedenen Glaubensrichtungen der gnostischen Häresie angezogen, in denen es darum geht, die materiale Welt als Hölle zu betrachten, eine Überzeugung, die gut zum Dasein der Kainiten als Verdammte unter den Lebenden passt.

Die Gläubigen ehren auch im Unlieben weiterhin die Sakramente der Kirche, und der Weg des Himmels hat die meisten Priester der Asche. Die Organisation, die die Gläubigen aufgebaut haben, gleicht sehr der der Kirche der Sterblichen, nur sind die Gläubigen noch zerstrittener und in noch mehr Sekten zersplittert. Priester der Asche kümmern sich um die Belange der Gemeinden und spenden die Sakramente. Über diesen stehen die verschiedenen Äbte, Bischöfe und Erzbischöfe des Wegs. 

Die Ethik des Wegs des Himmels

  • Gott hat Kain und seine Kinder als Teil Seines großen Plans gezeichnet.
  • Das Wort Gottes ist Gesetz; Gott zu missachten ist eine Sünde und führt in die Verdammnis.
  • Niemand steht über den Gesetzen Gottes.
  • Liebe und diene Gott in allen Dingen.
  • Leugne den Teufel, indem du das Tier und alle Kreaturen der Hölle leugnest.

 

Rollenspielhinweise

Gott hat ihnen eine schwere Last auferlegt, aber sie werden nicht scheitern. Sie gehören zu den wahrhaft Frommen, deren Glaube auf die Probe gestellt und bestärkt wird. Wenn Sie dem Tier und dem Teufel in all seinen Taten widerstehen und wenn Sie im Glauben fest bleiben, werden Sie belohnt werden. Auch wenn sie die Gründe für ihre Leiden nicht immer verstehen mögen: Gott wirkt auf wundersamen Wegen, und Sie müssen nicht verstehen, da es reicht, wenn Sie glauben.

Der Weg des Himmels bei Novum Castrum

Aufgrund der schier erdrückenden Dominanz des Weges der Könige hat der Weg des Himmels keine große Geschichte entlang des Rheins. Einzelne Kainiten auf diesem Weg haben dann und wann ihren Platz als Ratgeber und Gelehrte an den Höfen der Prinzen gefunden oder sind in kleinen Pilgergruppen durch die Lande gezogen. Doch erst mit dem Eintreffen der Lasombra in Köln begann der Aufstieg der Gläubigen. Köln bildet das geistliche Zentrum der Region und dort gelang es den Lasombra auf dem Weg des Himmels, eine Machtbasis zu schaffen und ihren Einfluss ständig zu erweitern.

Angezogen vom Erfolg der Lasombra beansprucht eine Vielzahl von Gläubigen unterschiedlichster Pfade einen festen Platz in der Stadt am Rhein mit ihren unzähligen Kirchen und dem steten Strom sterblicher und unsterblicher Pilger und geistliche Orden und Sekten entstehen und vergehen in diesen Nächten regelmäßig. Es lassen sich Gläubige aus allen Clans finden, doch allein die Lasombra bilden eine funktionierende Gemeinschaft, die über wirkliche Macht verfügt.

Pfade

  • Pfad der Göttlichkeit: Du gehörst zu den von Gott Auserwählten, und darum soll man dich verehren.
  • Pfad der Buße: Deine Existenz in der Verdammung ist Strafe für deine Sünden.
  • Pfad der Vergeltung: Du bist Gottes Racheengel und strafst die Bösen und die Sündigen.